Ybbstalbahn Waidhofen a. d. Ybbs - Lunz am See - Kienberg-Gaming

Worum gehts?

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Auf der Ybbstalbahn, im niederösterreichischen Mostviertel gelegen (Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 760 mm), wurden im Sommer 2009 große Streckenteile wegen Unwetterschäden stillgelegt. Wobei die Reparaturkosten dieser Schäden nicht das eigentliche Problem sind, die wären durch die Initiativen der Vereine um die Ybbstalbahn gedeckt!

Die Bahnlinie folgte ursprünglich dem Tal der Ybbs von Waidhofen an der Ybbs bis zur Marktgemeinde Lunz am See, wo die Bergstrecke nach Kienberg-Gaming beginnt. In Gstadt zweigt eine Stichstrecke nach Ybbsitz ab. Am 11. Dezember 2010 endete der ÖBB-Betrieb. Am 12. Dezember 2010 wurde dann die Infrastruktur der Ybbstalbahn vom Land Niederösterreich übernommen. Seither sind nur noch die Streckenabschnitte Waidhofen an der YbbsGstadt und die Ybbsthalbahn-Bergstrecke Lunz am See Kienberg-Gaming (Museumsbahn) in Betrieb.

Das Land Niederösterreich will nun diese stillgelegten Streckenabschnitte in Radwege umwandeln - um den Tourismus anzukurbeln. In diesem Zusammenhang wichtiger erscheint mir dann doch den Bekanntheitsgrad der Region europaweit durch entsprechende Maßnahmen zu erhöhen und eben MIT dem Angebot letzter erhaltenen Schmalspur- und Dampflokparadiese. Radwege sind ergänzend! sinnvoll, aber der Tourist/Urlauber will ja nicht nur radln sondern attraktive landschaftliche, gastronomische und kulturelle Ziele auch mit dieser Bahn erreichen. Oder eben nur Bahn fahren! Auch die gibt es, sie kommen vermutlich nicht mehr wenn es die Bahn nicht mehr gibt. Insofern werden solche Angebote aber gerade erst durch die Verknüpfung mit der Bahn sinnvoll (Teilstrecken, Rückfahrt usw.) wie manch andere Unternehmen erfolgreich beweisen und lassen sich ebenso auf vorhandenen Wirtschaftswegen und ohnehin kaum mehr befahrenen Landstraßen errichten. Familien, Kinder, Hobbyeisenbahner und Ausflugsgruppen ( und natürlich die Region! ) profitieren mit Sicherheit mehr von dem kombinierten Angebot, eine einmalige Landschaft auch mit der Bahn zu "erfahren", mit der gemütlichen alten Lokalbahnromantik von damals, ohne Hektik und Fahrplanstress der Moderne. Viele Länder beleben solche Bahnen als aktive Industriedenkmäler um, nicht nur, dem interessierten Nachwuchs die technische Entwicklung des 19. Jhdt. nahezubringen. Auch wird durch die Entwicklung der Benzin- und Dieselpreise das Auto immer unrentabler, wie froh ist/wäre man oft, gäbe es eine wirtschaftliche Alternative dazu und sei es nur um den überfüllten Autostraßen zu entfliehen (Ich persönlich fahre lieber Bahn als Bus).  

Und, erhalten bliebe eine der romantischsten österreichischen Bahnstrecken in voller Länge, nicht nur als amputierter Torso von dem was einmal war!

Bereits 1991 haben sich engagierte Freunde der Bahn zum Verein Pro Ybbstalbahn ( Infos und Beitrittsmöglichleit! ) gefunden, welche um den Erhalt der Strecke bemüht sind.

Zitat:

 

"Die Ybbstalbahn, als schönste und interessanteste Schmalspurbahn im Range eines aussergewöhnlichen Kulturerbes, muss in ihrer Gesamtheit weiter betrieben werden!

Der Fehler der Einstellung der Salzkammergut-Lokalbahn (Salzburg - Bad Ischl), die 1957 dem damaligen Zeitgeist geopfert wurde, darf sich nicht 50 Jahre später wiederholen. Heute bereut man diese Entscheidung im Salzkammergut sowohl im Nahverkehr als auch im Tourismus. Der dort allseits gewünschte Wiederaufbau scheitert an den utopischen Kosten.

Der Abschnitt Gstadt - Groß Hollenstein (20km) der Ybbstalbahn wurde eben erst um 10 Mio € saniert. Das garantiert eine Betriebsdauer bis mindestens 2040! Genau dieser Abschnitt soll aber um 4,2 Mio € in einen Radweg umgewandelt werden.

Tourismus, Arbeitsplätze, Umweltschutz - alles Schlagworte die mit einem bereits ausgearbeiteten und leistbarem Konzept zum Weiterbetrieb der Ybbstalbahn als Wahrzeichen der Region gekoppelt sind!"

Soweit das Statement der Ybbstal-Entwicklungsgesellschaft.

Das es funktionieren kann zeigen viele Bahnen im Ausland und in Österreich z.B. Zillertalbahn, Pinzgaubahn usw. Ein Schienenersatzverkehr bietet auch nicht das Ambiente einer Bahn, weder auf stinkenden von LKW's und PKW's überfüllten Straßen noch im platzbeschränkten Bus (einfach weil es im Bus enger ist, und auch der Bus hält nicht an jeder Haustür). Dort wo es noch (Neben-) Bahnen gibt werden sie in der Regel auch angenommen! Die Alternative Bahn sollte auf jeden Fall erhalten bleiben!

Zum Abschluss ein paar historische und neuzeitliche Bilder sowie einige Links zu Seiten die die Ybbstalbahn zum Thema haben.

Unterschriftenliste "Pro Ybbstalbahn"  (klick) schon über 5700 Einträge

Beitritt zum Verein "Pro Ybbstalbahn"  (klick)

Video "Kampf um die Ybbstalbahn"      (klick) 2009 und weitere

Video "Die Ybbstalbahn 1990"              (klick)

Internet - Bilder zur Ybbstalbahn 1      (klick)

Internet - Bilder zur Ybbstalbahn 2      (klick)

 

 So war's auf der Ybbstalbahn...